Welpen erziehen, Einführung

Welpen erziehen – Einführung

Ein Welpe zieht ein: einige Überlegungen vorab, Erstausstattung, die Wohnung welpensicher machen Hundewelpen, diese süßen, tapsigen Wesen mit ihrem naiven und neugierigen Blick – sie erobern unsere Herzen im Sturm und werden zu unseren geliebten Familienmitgliedern. Was könnte schöner sein als ein Hundebaby beim Heranwachsen zu begleiten und sich selbst von diesem treuen Freund durch das Leben begleiten zu lassen? Unser Ratgeber möchte Ihnen helfen, einen Hundewelpen zu finden, der perfekt zu Ihrer Familie passt, und Sie durch das erste, prägende Lebensjahr des jungen Hundes begleiten.

Auf meinen Seiten entdecken Sie Antworten auf alle Fragen rund um den Welpenkauf und die Erstausstattung, Erziehung und Pflege, Sport und Spaß mit dem Hundekind. Beginnen möchten wir gerne mit den Überlegungen, die bereits vor dem Einzug des Hundewelpen anzustellen wären. Sind Sie der richtige Mensch oder die richtige Familie für einen Hund? Auch wenn Sie beim Gedanken an einen Hundewelpen Feuer und Flamme sind, lohnt es sich, kurz inne zu halten und zu überlegen, ob sich ein Hund bei Ihnen wirklich wohl fühlen würde.

Was heißt nun Welpenerziehung?

Mein kleiner Fragekatalog ist hierbei als eine Orientierungshilfe gedacht: Haben Sie genug Zeit für einen Hundewelpen? Kein Hund bleibt gerne allein, aber ein Hundebaby im Alter unter vier Monaten darf aus unserer Sicht gar nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Die schmerzvolle Erfahrung eines alleingelassenen Welpen kann den Hund sein Leben lang unter schmerzhaften Verlust- und Trennungsängsten leiden lassen. Zeit für den Hund – das heißt natürlich auch Zeit für ausgiebige Gassirunden, die weit über das Erledigen der „Geschäfte“ hinausgehen.

Welpen erziehen, Einführung was ist zu beachten

Auch die Zeiten fürs Kuscheln, für die Welpenschule und für den Tierarztbesuch sind damit gemeint. Haben Sie genug Geld für einen Hundewelpen? Neben dem Anschaffungspreis, welcher bei einem reinrassigen Hund im niedrigen vierstelligen Bereich liegt, sowie den Kosten für die Erstausstattung kommen laufende Ausgaben für das Futter, Steuer und Versicherung auf Sie zu. Über die Kosten der Hundehaltung informieren wir Sie ausführlich in einem weiteren Ratgeberartikel. Sind Sie gesund genug für einen Hundewelpen? Jeder Vierbeiner, und sei er noch so klein, braucht mindestens drei Spaziergänge pro Tag. Während eine Gassirunde durch den Aufenthalt im Garten ersetzt werden kann, sind zwei Spaziergänge ein absolutes Muss.

 

Gesundheit

Bei jedem Wetter, ungeachtet Ihrer Grippe und Ihres Zeitmangels, haben Sie sich jeweils für mindestens eine Zeitstunde nach draußen zu begeben. Ein Welpe wird übrigens mit nur zwei-drei Gassirunden täglich nicht zufrieden – darüber im Abschnitt zur Pflege mehr. Haben Sie keine Hundehaarallergien? Sogar beim Verdacht auf eine Allergie lohnt es sich, vor dem Welpenkauf einen Arzt zurate zu ziehen. Für Allergiker gibt es nicht haarende Rassen wie Pudel oder zum Beispiel Labradoodle als eine gesunde „Hundelösung“. Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden, einen Hundewelpen anzuschaffen? Alle Zweifel sind im Voraus aus dem Weg zu räumen, denn ein Welpe braucht Liebe und Zuwendung seiner gesamten neuen Familie. Ablehnung vonseiten eines Familienmitglieds bedeutet Stress für das Hundekind und außerdem einen andauernden Familienstreit. Sind Sie also hundefit und welpenreif? Dann, wenn noch nicht geschehen, sind ein paar weitere Entscheidungen zur Welpenerziehung zu treffen. Ich helfe Ihnen dabei.

Reinrassiger Hund oder ein Mischling?

Ob eine Deutsche Dogge oder ein Bolonka-Mischling, jeder Hundewelpe ist ein unglaublich süßes, liebenswertes Wesen. Entscheiden Sie sich für einen reinrassigen Welpen, wissen Sie bereits im Vorfeld genau, wie Ihr Hund später aussehen wird. Auch charakterlich unterscheiden sich die Hunderassen voneinander: Ein Yorkie ist flink und lebhaft, ein Chow-Chow bewegt sich gemächlich und besitzt ein ruhiges Naturell. Die Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei einem Mischling, insbesondere wenn Sie seine Abstammung nicht kennen, lassen sich diese Eigenschaften nur ungefähr voraussagen. Ein reinrassiger Hund mit VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen)-Papieren kostet eine Menge Geld. Jedoch übersteigen die laufenden Kosten der Hundehaltung die Anfangsinvestition bei Weitem. Ein Mischlingshund ist letztendlich nicht günstiger als ein Rassehund.

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Welche Hunderasse soll es sein?

Es gibt Menschen, die sich in eine bestimmte Hunderasse verguckt haben. Es gibt aber künftige Hundebesitzer, die sich lange nicht festlegen können. Unsere Tipps für Unentschlossene: Kurzhaarige Hunde sind wesentlich pflegeleichter als Langhaarrassen Je größer der Vierbeiner, desto höher die Ausgaben für das Futter Hunde mit hohem Bewegungsbedarf, sei es ein Labrador Retriever, ein Spaniel oder ein Zwergpudel, gehören in eine dynamische, sportliche Familie Vierbeiner mit vergleichsweise geringem Bewegungsdrang wie Pekingese oder Englische Bulldogge sind ideale Begleiter für einen ruhigen, entspannten Menschen, auch für einen Senior.

Wo einen Welpen kaufen?

Auf der Suche nach einen Mischlingswelpen müssen Sie womöglich mehrere Tierheime kontaktieren, denn junge Welpen aus dem Tierschutz sind begehrt und eher schwer zu bekommen. Um einen reinrassigen Hundewelpen zu finden, wenden Sie sich an einen zuchtbuchführenden Rassehundezuchtverein (Club), der für die entsprechende Hunderasse zuständig ist. Jeder Club ist ein Verband der Rassehundezüchter, die sich an geltende Rassestandards der Fédération Cynologique Internationale (FCI) halten und deren Zuchtstätten seitens des Verbandes einer strengen Kontrolle unterliegen. Beim Kauf bei einem zertifizierten Hundezüchter erhalten Sie einen Hundewelpen mit der Ahnentafel, das Hundekind ist bei der Abgabe mehrfach entwurmt, geimpft und gechippt.

Züchter prüfen

Da jedoch unter Hundezüchtern leider einige „schwarze Schafe“ zu finden sind, hier eine Checkliste, um einen professionellen und verantwortungsvollen Züchter zu erkennen: Die Mutterhündin mit dem Wurf darf bereits vor der Abgabe des Hundewelpen besichtigt werden. Die Wurfkiste befindet sich im Haus und macht einen sauberen Eindruck. Alle anderen Hunde der Zuchtstätte dürfen ebenso besichtigt werden, auch wenn sie sich in einem Zwinger aufhalten. Die Hundewelpen werden auf keinen Fall im Alter unter acht Wochen abgeben – dieses Mindestabgabealter schreiben der Gesetzgeber und der VDH vor.

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Es wird nur eine, höchstens zwei Hunderassen gezüchtet, der Züchter weiß über die Hunderasse(n) schlichtweg alles und gibt seine Erfahrung gerne weiter. Auch nach dem Verkauf bricht der Kontakt zum Züchter nicht ab, er ist gerne bereit, die Welpenbesitzer mit Rat und Tat zu unterstützen. Wir hoffen, dass Sie den Züchter Ihres Vertrauens oder auch einen niedlichen Welpen aus dem Tierschutz gefunden haben und sich darauf freuen, endlich das neue Familienmitglied in Ihrem Zuhause begrüßen zu dürfen.
Einige Besorgungen sind unbedingt vor dem Einzug des Hundewelpen zu erledigen, und zwar ist zum einen die Erstausstattung zu kaufen und zum anderen die Wohnung welpensicher zu

Erstausstattung, was braucht ein Hundekind?

Es gibt eine Reihe an Accessoires, welche für die Hundehaltung unverzichtbar sind und die VOR dem Welpenkauf zu besorgen wären:
Hundetransportbox für den Kofferraum. Auch wenn die Heimfahrt mit wenige Kilometer lang ist – eine feste Transportbox ist Pflicht und Lebensversicherung für Ihren Welpen. Der Markt bietet eine breite Auswahl an hochwertigen Transportboxen aus Alu oder robustem Plastik. Hinweis: Klappbare Transportboxen aus Textilstoffen sind fürs „Ablegen“ der Hunde während einer Hundeausstellung oder eventuell als gemütliche Indoor-Hundehütten gedacht und auf keinen Fall für den Hundetransport im Fahrzeug geeignet! Tipp: Gleich eine Hundetransportbox in der „erwachsenen“ Größe kaufen und für den Hundewelpen mit Kissen auspolstern.

Hundebett oder Hundedecke

Hundebett oder eine Hundedecke. Auch dieses Accessoire darf gerne so gekauft werden, dass der adulte Vierbeiner dort genug Platz findet. Ein Hundebett mit tiefem Einstieg und aus einem Material, das den spitzen Welpenzähnen standhält, ist ein beliebter Rückzugsort. Hier fühlt sich das Kleine geborgen und ist doch vom Geschehen im Wohnraum nicht isoliert. Der optimale Ort für ein Hundebett ist eine gemütliche Ecke mit einem unverstellten Blick in den Raum, ohne Zugluft und zudem feuchtigkeitsgeschützt. Tipp: Seien Sie nicht enttäuscht, wenn der Hundewelpe sein Bett nicht immer nutzt. Vor allem langhaarige Hunde schlafen doch lieber auf kühlem Boden statt in einem warmen Bett. Im Voraus lässt es sich nur schwer sagen, wie das Bett bei dem Vierbeiner „ankommt“.

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Futter- und Wassernäpfe. Diese Accessoires sind zunächst in Welpengröße zu kaufen, um etwa nach einem halben Jahr durch neue ersetzt zu werden. Zwei Näpfe pro Hund – eins fürs Wasser und eins für das Futter – genügen in der Regel. Hinweis: Für Welpen großen und Riesenrassen empfehlen sich Näpfe mit einem Gestell, damit sich der Hund beim Fressen nicht zu tief bücken muss, was sich auf die Verdauung negativ auswirkt.
Leinen, Halsbänder und Geschirr. Bereits beim Abholen wird einem Hundewelpen ein Geschirr mit der Leine angelegt. Wir empfehlen als Erstausstattung eindeutig ein Geschirr und kein Halsband, denn Geschirre schonen sowohl die Brustmuskulatur als auch die weichen, empfindlichen Halswirbel des kleinen Vierbeiners.

Hundegeschirr

Oft wird das Hundegeschirr im Set mit einer entsprechend leichten und doch robusten Leine angeboten. Solche Sets sind vorzuziehen. Unser Tipp: Verzichten Sie zunächst auf eine eigentlich praktische Flexi-Rollleine, ein tapsiger Welpe kann sich in der schmalen Schnur verheddern! Eine Führleine aus Nylon ist unserer Meinung nach die beste Lösung.
Spielzeug: Hundewelpen sind verspielt, kaufen Sie daher Ihrem Kleinen zwei oder drei Spielzeuge, darunter einen Ball, ein Quietschie-Spielzeug und ein Plüschtier aus bissfestem Material. Viel mehr braucht das Hundekind nicht, um glücklich zu sein.
Pflegewerkzeug. Darüber informieren wir Sie im Abschnitt zur Hundepflege.

Das Zuhause welpenfest machen – wie geht das?

Hundewelpen sind neugierig und möchten ihrer neuen Umgebung gerne „auf den Zahn fühlen“. Es ist kaum zu vermeiden, dass sich ein Welpe auf einem Tischfuß verewigt. Holzmöbel sind leider von seinen Zähnchen nicht sicher und sehr begehrt. Auch Schuhwerk, und nicht nur eins aus Leder, lebt gefährlich. Stromkabel können dem Hundewelpen zu einer tödlichen Versuchung werden.
Wir empfehlen, folgende Vorbereitungen auf den Einzug des Hundewelpen zu treffen: Alle freiliegenden Kabel unerreichbar wegräumen
Wertvolle Möbel – allen voran Ecken und Füße – mit Tüchern einwickeln
Schuhe aufräumen. Bodenvasen, instabile Stehleuchten, Kübelpflanzen sichern.

Ansonsten beginnt die Welpenerziehung mit dem magischen Wort „Aus!“ und „Pfui!“, denn das Kleine muss so schnell wie möglich die Verhaltensregeln kennenlernen.

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