Die Hundeerziehung: Dies sollten Sie beachten

Die Erziehung Ihres Vierbeiners beginnt ab dem Moment, in dem Sie den ersten Kontakt mit ihm haben. Mit einem Hund kommt nämlich nicht nur Leben ins Haus, sondern auch die Verantwortung für ihn und sein Verhalten. Gerade Menschen, die noch nicht viel Erfahrung mit Hunden sammeln konnten, wissen oftmals nicht genau, was sie bei der Hundeerziehung berücksichtigen müssen.

Was muss ich als Anfänger über die Hundeerziehung wissen?

Für unerfahrene Menschen birgt die Hundeerziehung die ein oder andere Stolperfalle. Wichtig ist, dass Sie sich darüber im Klaren sein sollten, dass Ihr Tier von Anfang an bestimmte Regeln befolgen muss. Nur so kann die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner dauerhaft funktionieren. Denn Sie müssen sich aufeinander verlassen können. Informieren Sie sich daher bereits vorab über die Hundeerziehung und überlegen Sie sich genau, welche Regeln Ihnen wichtig sind. Was möchten Sie Ihrem Hund erlauben, was darf er auf gar keinen Fall? Sind Couch und Bett für ihn tabu?

Müssen feste Futterzeiten eingehalten werden? Sie sollten die Regeln genau festlegen und dauerhaft durchsetzen. Konsequenz ist eines der wichtigsten Gebote in der Hundeerziehung. Durch konsequentes Verhalten Ihrerseits lernt Ihr Hund am besten, was Sie von ihm erwarten. Für Anfänger empfiehlt sich außerdem immer der Besuch einer Hundeschule. Dort haben Sie die Möglichkeit, mit den richtigen Hilfsmitteln zu trainieren und können sich bei Fragen oder Unsicherheiten direkt an einen Experten wenden. Auch Missverständnissen in der Kommunikation, die schnell auftreten können, wird hier am effektivsten vorgebeugt. Besonders wichtig sind Geduld, Ruhe und Einfühlungsvermögen bei der Hundeerziehung.

Achten Sie darauf, Ihrem Hund realistische Ziele zu setzen und erwarten Sie nicht zu viel auf einmal von ihm. Lassen Sie sich Zeit und gehen Sie dabei ruhig und entspannt vor. Wenn Sie dazu neigen, unruhig und ungeduldig zu werden, überträgt sich dies schnell auf Ihren Hund. Dies hat meist Frustration für Mensch und Tier zur Folge. Der Spaß sollte immer im Vordergrund stehen. Daher arbeiten Sie zur positiven Bestärkung des Hundes mit Lob und Belohnungen. Das kann, muss aber nicht immer automatisch eine Leckerei für den Hund sein. Möglich ist auch, Hunde mit anderen Belohnungen zu bestärken. Bei einem besonders spielbegeisterten oder anhänglichen Vierbeiner bietet sich zum Beispiel ein gemeinsames Ballspiel, an dem er Freude hat, oder auch ausgiebige Streicheleinheiten. Mit einer guten und einfühlsamen Hundeerziehung schaffen Sie eine ideale Grundlage für ein dauerhaft gutes Verhältnis zwischen Ihrem Hund und Ihnen.

Hundeerziehung Welpen

Kommunikation in der Hundeerziehung

Um die Hundeerziehung nachhaltig und erfolgreich zu gestalten, ist ein funktionierende Kommunikation das oberste Gebot. Verwenden Sie klare Signale, die Ihr Hund versteht und umzusetzen weiß. Die Kommandos sollten möglichst kurz und prägnant sein, damit der Hund sie sich gut merken kann. Bekannte Beispiele hierfür sind grundlegende Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“. Hunde sind Herdentiere, daher gehört die Kommunikation mit anderen Lebewesen zu ihrem gewohnten Alltag. Diese funktioniert zwischen Mensch und Tier natürlich anders als mit Artgenossen, jedoch lernen Hunde sehr schnell, sich auf ihr Gegenüber einzulassen. Zur Hundeerziehung gehören nicht nur allein die sprachlichen Kommandos. Auch Körperhaltung und Tonfall sind wichtig.

Oftmals geben Menschen ungewollt gegensätzliche Signale durch Kommando und Gestik. Wenn Sie beispielsweise Ihrem Hund mit dem Wort „nein“ signalisieren möchten, dass er eine Verhaltensweise unterlassen soll, achten Sie darauf, dass Sie sich ihm ganz zuwenden, damit begreift, dass hier ein wichtiges Signal kommt. Zu beachten ist auch das Timing der Kommandos. Die Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten sollte möglichst zeitnah erfolgen, damit der Hund die Verbindung zwischen dem Signal und seinem Verhalten herstellen kann. Hierfür eignet sich das sogenannte Clickertraining zum Beispiel besonders gut, da es mit einfachen Signalen und positiver Bestärkung arbeitet. Es stellt eine gute Methode dar, um die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Hund zu verbessern und Ihre Bindung zueinander zu festigen. Weitere Infos über Körpersprache: hier klicken

Hundenerziehung stubenrein

Struktur und Konsequenz in der Hundeerziehung

Auch wenn es Ihnen nicht immer leichtfällt: Sie sollten stets konsequent bleiben bei der Erziehung Ihres Hundes. Haben Sie feste Regeln etabliert, sollten Sie diese auch nachhaltig verfolgen, damit Ihr Hund sie akzeptiert. Wenn das Betteln am Esstisch untersagt ist, sollten Sie hier keine Ausnahmen gewähren, denn wenn dies einmal passiert, wird der Hund immer wieder versuchen, seinen Willen durchzusetzen. Vor allem junge Hunde benötigen klare Regeln und werden durch inkonsequentes Verhalten schnell verunsichert. Bei dominanten Hunden ist es ebenfalls wichtig, Konsequenz bei der Hundeerziehung an den Tag zu legen.
Schließlich sollte er Sie als seinen „Rudelführer“ akzeptieren. Dabei muss Konsequenz nicht immer automatisch mit besonders strengen Regeln gleichgesetzt werden. Es bedeutet letztendlich nichts anderes, als dass Sie in gleichen Situationen auch immer gleiche Verhaltensweisen an den Tag legen. Auf diese Weise schaffen Sie für Ihren Hund Struktur und Sicherheit. Sind Ihre Anweisungen eindeutig und einheitlich, lernt Ihr Hund schnell, was Sie von ihm wünschen. Konsequenz zeigt sich nicht nur durch Verbote, sondern auch durch die Bestätigung von gewünschtem Verhalten. Belohnen Sie Ihren Hund mit Streicheleinheiten, wenn er beim Spaziergang im Park ohne Leine oder an der Straße nicht einfach drauflos stürmt, sondern an Ihrer Seite bleibt. So lernt er, dass er belohnt wird, wenn er sich an Ihnen orientiert.
Hundeerziehung Leine

Spaß und Abwechslung sollten nie zu kurz kommen

Nicht nur Lob, Belohnung und Konsequenz, auch Abwechslung sollte immer eine feste Rolle spielen in der Hundeerziehung. Monotonie erschwert es, etwas Neues zu lernen – das ist bei Hunden nicht anders als bei uns Menschen. Sie führt schnell zu Langeweile und Frustration. Bieten Sie Ihren Vierbeiner hingegen regelmäßig einen neuen Anreiz bei der Hundeerziehung, wird er Ihnen dankbar sein und die Freude am Lernen nicht verlieren.

Ganz ohne eine gewisse Routine geht es natürlich nicht, trotzdem sollten Sie Ihrem Hund auch stets neue Herausforderungen bieten, durch die er sich weiterentwickeln kann. Ansonsten kann es passieren, dass Ihr Hund aus lauter Langeweile anfängt, eigene Ideen zu entwickeln, wie er das Training aus seiner Sicht interessant gestalten kann. Und die entsprechen nicht immer Ihrem Trainingsplan. Freuen Sie sich, wenn Sie einen klugen, gelehrigen Hund haben und richten Sie die Hundeerziehung nach seinen Bedürfnissen aus.

Hundeerziehung Ratgeber Ein absolutes Tabu: Gewalt in der Hundeerziehung

Bei der Erziehung Ihres Hundes sollten Sie niemals Gewalt anwenden, um Ihre Wünsche durchzusetzen! Hundeerziehung funktioniert am besten über positive oder auch negative Verstärkung. Gewünschte Verhaltensweisen sollten unterstützt und bestärkt, unerwünschte jedoch am besten ignoriert oder untersagt werden. Wenn Sie Ihrem Hund etwa stubenreines Verhalten beibringen möchten, gehen Sie möglichst behutsam vor. Ist ein Hund unsauber, macht er dies nicht absichtlich oder aus niederen Beweggründen heraus, sondern weil er es nicht besser weiß.

Zeigen Sie ihm mit Geduld und Einfühlungsvermögen, was Sie von ihm wünschen, und die Erfolge lassen meist nicht lange auf sich warten. Das Erlernen von stubenreinem Verhalten braucht Zeit und Ruhe, vor allem, wenn der Hund schon etwas älter ist oder psychische Ursachen zugrunde liegen. Zeigt Ihr vierbeiniger Freund keine Anzeichen, das unerwünschte Verhalten abzulegen, sprechen Sie am besten mit einem Fachmann wie einem Tiertrainer oder einem Experten aus der Hundeschule. Sie wissen in diesen Fällen meist am besten, wie man vorgehen muss.

Hundeerziehung – mit Ruhe und Gelassenheit kein Problem

Die Erziehung Ihres besten Freundes wird am erfolgreichsten sein, wenn Sie stets Ruhe bewahren und mit ihm geduldig und freundlich sprechen. Achten Sie darauf, dass Signal, Tonfall und Körperhaltung immer aufeinander abgestimmt sind. Erfolgt ein Kommando, sollte die Stimme streng und entschlossen klingen. Beim Lob ist ein fröhlicher Tonfall angemessen. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wird auch Ihr Hund gelassen und entspannt bleiben und sich nicht so schnell verunsichern lassen. Zeigen Sie Verständnis für seine angeborenen Instinkte und Verhaltensweisen und setzen Sie ihn nicht zu sehr unter Druck.

Bei der Hundeerziehung sollten Sie zudem immer auch berücksichtigen, dass jeder Hund anders ist und je nach Rasse oder Vorgeschichte andere Schwerpunkte bei der Erziehung zu setzen sind. Manche Hunderassen sind besonders gelehrig, während andere mehr Zeit brauchen. Jagdhunde sind beispielsweise besonders lebhaft und benötigen eine ruhige, strenge Hand. Andere Hunde zeichnen sich eher durch einen sturen Charakter aus. Und manche Hunde, vor allem wenn sie aus dem Tierheim kommen, haben mitunter negative Erfahrungen mit 

Menschen gemacht und benötigen daher ein besonders behutsames Vorgehen. Egal, ob Sie sich für einen reinrassigen Hund vom Züchter oder einen Mischling aus dem Tierheim entscheiden: Mit der richtigen Erziehung erhalten Sie einen zuverlässigen Partner und Freund für’s Leben, mit dem Sie eine innige Beziehung verbindet.

 

 

 

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